Das Gambit-Schülerturnier bleibt eine Wucht

Grosse Vorfreude begleitete den 17. Jahrgang des traditionellen Gambit-Schülerturniers, das wie immer im schönen Rotonda-Saal des Berner Dreifaltigkeitszentrums stattfand. Die frühmorgendlich erschienen Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass die motivierten Juniorinnen und Junioren im Turniersaal bereits von aufgestellten Brettern begrüsst wurden und genügend Zeit zum Einspielen zur Verfügung hatten. Ob die ein oder andere vorbereitete Geheimvariante hier schon ausgetestet wurde?

Mit akademischer Verspätung starteten die drei Kategorien U10, U13 und U18 ihre Partien; mucksmäuschenstill ward es plötzlich im Turniersaal, währenddessen das bekannte Klicken der Schachuhren eine wohlige Turnieratmosphäre schaffte. Die bewährte Bedenkzeit von zehn Minuten und zehn Sekunden Inkrement pro Zug wurde von den gesamthaft 58 Teilnehmern mehrheitlich bis zum Anschlag ausgenutzt. Sogar an den U10-Brettern befand sich das Bedenkzeit-Management auf weitaus besserem Niveau als auch schon. Da haben die Jugendleiter und Junioren ganze Arbeit geleistet. ​​

Alle Parteien zeigten grossen Willen, das bestmögliche Resultat zu erzielen. Es wurde gekämpft, kombiniert und gnadenlos mattgesetzt, «Grossmeisterremis» sucht man hier vergeblich, ein ganzer Punkt ist das Ziel. So endete bis zur Halbzeit auch nur eine Partie in einem Remis. Während die Jungs und Mädels unter dem wachsamen Blick zahlreicher Kiebitze ihre Kombinationen aufs Brett zauberten, war bei manchen auch die ein oder andere Frustration über verpasste Chancen zu spüren. Die Gegner hier können eben auch gut Schach spielen! Die Motivation und Neugier war aber mehr als spürbar, wurden die Turnierorganisatoren doch beim Aufhängen der Paarungslisten regelmässig fast überrannt.

​Nach der dritten Runde genossen die Spielerinnen und Spieler sowie deren Begleitung eine ausgedehnte Mittagspause und hatten Zeit und Musse, sich am ausgiebigen Buffet zu verköstigen, bevor es dann am Nachmittag weiterging. Inzwischen hatte sich auch die Sonne in Bern eingefunden und versorgte die Spielenden mit Energie für die letzten vier Runden. Diese Runden waren geprägt von konzentriertem Spiel, schliesslich ging es am Nachmittag um die Wurst – oder besser gesagt das Recht, bei der Siegerehrung als erstes einen der Preis auszuwählen.

Gewinner der Kategorien U10, U13 und U18





Die Kategorie U10 entschied Michail Estermann mit starken 6/7 Punkten für sich, nur in der letzten Runde musste er sich Milo Marmy geschlagen geben, der dank dieses wichtigen Sieges mit 5,5/7 den zweiten Platz für sich beansprucht. Dritter wurde Igor Melenevskii mit starken 5 Punkten.



Auch in der Kategorie U13 blieb es bis am Schluss spannend. Überflieger war Igor Schlegel, der gesamthaft nur einen halben Punkt liegenliess und damit das beste Resultat des Turniertages erreichte. Dicht verfolgt wurde er von Niels Stijve, dem anderen Elo-Favoriten. Der drittplatzierte Tommy Hoang erreichte mit 5 Punkten gleich viele Punkte wie der Gewinner der Silbermedaille. Ein einziger Buchholz-Punkt Unterschied entschied die Rangfolge zugunsten des mehr als 300 Elo stärker klassierten Niels Stijve.




Die routinierten Spielerinnen und Spieler der Kategorie U18 schenkten sich nichts. Nicola Ramseyer behielt mit 6/7 Punkten die Oberhand, da der drittplatzierte Cyrill de Jonckheere (5 Punkte) sich in der letzten Runde seinem Gegner geschlagen geben musste. Den zweiten Rang erbt Fabian Pellicoro (ebenfalls 5 Punkte) dank besserer Buchholzwertung. Damit entsprechen die ersten beiden Plätze der Startrangliste.

Wir schauen auf ein erfolgreiches und spannendes Turnier zurück und freuen uns, dass ihr alle dabei wart. Die nächsten geplanten Schüler-Grandprix-Turniere im Grossraum Bern finden Besucher im Kalender. Bis nächstes Jahr, wir freuen uns!

Grosser Dank gebührt auch den grosszügigen Sponsoren sowie den zahlreich erschienenen freiwilligen Helfern, die sonntags so früh auf der Matte erschienen sind und Turniere wie dieses so erst möglich machen.



Impressionen